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Was sind Metadaten?

15.10.2021

Kurz gesagt sind Metadaten strukturierte Informationen zu einer spezifischen Datei. Ausführlich gesprochen gibt es verschiedene Arten und auch unterschiedliche Anwendungsgebiete von Metadaten. In diesem Artikel werden wir auf folgende Fragen und Themen eingehen:

Welche Arten von Metadaten gibt es?

Wozu braucht man Metadaten?

Wer benutzt Metadaten?

Metadaten in Fotos & PDF Dateien 

Wie steht es um den Datenschutz?

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Robert Mainka
Senior Berater


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Welche Arten von Metadaten gibt es?

Man unterscheidet zwischen folgenden Arten von Metdadaten: strukturelle Metadaten, deskriptive Metadaten, administrative Metadaten und technische Metadaten.

Strukturelle Metadatengeben an, in welcher Beziehung Daten zueinander stehen. Dabei beschreiben sie den Zusammenhang mit anderen Objekten, Ereignissen oder Informationen. Denn Sie beschreiben den Umfang und die Beziehung der einzelnen Daten innerhalb eines Datensatzes.

Praktisches Beispiel: Das Inhaltsverzeichnis eines Buches zeigt Ihnen an, wieviele Kapitel dieses Buch umfasst und auch in welcher Reihenfolge diese gelesen werden sollten.

Deskriptive Metadatendienen zur Beschreibung und Identifizierung von Daten. Auch Schlagworte für die Vereinfachung der Suche zählen darunter.

Wenn wir bei unserem Beispiel mit dem Buch bleiben, dann gehören u.a. Name des Autors, Buchtitel und die Kurze Übersicht (Teaser) auf der Rückseite des Buches dazu.

AdministrativeMetadatengeben Auskunft über die Rechte bezüglich der Daten. Wer hat zugriff auf die Daten? Wer kann und darf diese Bearbeiten?

Bei dem Beispiel des Buches wäre es der Hinweis über die Urheberrechte und Angabe des Verlages.

Technische Metadatenbeinhalten z.B. Informationen zum Dateiformat, Größe, Version, etc.

In einem Buch wären dies die Seitenzahlen und die Angabe der Auflage.

Wozu braucht man Metadaten?

Metadaten benötigt man vor allem für die schnelle Auffindbarkeit von Daten. Stellen Sie sich vor, Sie sind eine Fotoagentur und suchen ein bestimmtes Foto mit einem bestimmten Motiv. Ohne Metadaten wäre es wie früher, als Sie Ihren Schuhkarton mit alten Fotos ausgekippt haben, um ein bestimmtes darin zu finden. Eine Fotoagentur hat nun aber nicht nur einen, sondern tausende dieser Schuhkartons und ohne Beschriftung (Kennzeichnung) dieser Kartons wäre die Suche nach diesem Foto so erfolgreich wie die berühmte Suche nach der „Stecknadel im Heuhaufen“.

Das Prinzip der Metadaten benutzen Bibliotheken und Verwaltungen schon seit hunderten von Jahren. Metadaten bilden diese Form der Katalogisieren im digitalen Zeitalter ab.

Vor allem in Kombination mit einer professionellen Datenbank bilden Metadaten ein optimales Team für die Vereinfachung des Workflow.

Wer benutzt Metadaten?

Wie bereits in Punkt 2 erwähnt dient es Firmen und Einzelunternehmern zur besseren Auffindbarkeit und Bearbeitung von Ihren Daten.

Aber auch andere Organisationen haben großes Interesse an Metadaten. Verraten Sie doch oft mehr über uns, als wir denken. Für viele Big Player wie Amazon, Facebook, WhatsApp, Google usw. Geht es vor allem um das User Verhalten. Durch das sammeln von Metadaten können Sie Rückschlüsse über unser Konsumverhalten ziehen und daraus mit Hilfe von Algorithmen Vorhersagen über zukünftige Handlungen treffen. Dies erlaubt Ihnen dann das erstellen von personalisierter Werbung und Anzeigen. Und dadurch höhere Gewinne.

Auch Behörden wie die NSA nutzen Metadaten zur Auswertung von Verbindungsprotokollen zur Sicherung der nationalen Sicherheit.

Immer wieder warnen Experten vor diesem Einfluss, da auch politische Einflussnahmen möglich werden. Auch ethisch kommt immer wieder die Frage auf, werden wir zu „gläsernen Menschen“?

Dazu wird es in diesem Blogartikel allerdings keine Antwort geben, denn im Vordergrund steht hier vor allem der Nutzen der Metadaten. Eine persönliche Bewertung der Nutzung von Metadaten wird ausdrücklich nicht vorgenommen.

Metadaten in Fotos

Bei Fotos unterscheidet man zwischen 3 verschiedenen Arten von Metadaten: EXIF, IPTC und XMP.

EXIF-Daten werden in der Regel automatisch von der Fotokamera erhoben. Dazu zählen Zeit, Datum & Ort der Aufnahme sowie die verwendete Verschlusszeit und Blendöffnung. Je nach Kamera-Modell und Hersteller sind weitere Daten möglich.

IPTC-Daten werden im Gegensatz dazu meist nicht automatisch erhoben. Sie können im Nachhinein hinzugefügt werden. Dazu zählen Titel, Schlagworte und Urheberrechte.

XMP-Daten sind ein spezielles Metadaten-Format, welches von der Firma Adobe entwickelte wurde. Es handelt sich hierbei um Steuerungsdaten, für die Verwendung von Adobe und anderen Bildbearbeitungsprogramme. Dies können z.B. Änderungsinformationen oder verwendete Filter sein.

Auch diese Daten dienen der vereinfachten Suche und Strukturierung. In guten Bilddatenbanken können die IPTC-Daten mit Hilfe einer übersichtlichen Eingabemaske schnell und unkompliziert hinzugefügt werden. Auch Urheberrechte werden für Sie im Blick behalten und Sie werden rechtzeitig „gewarnt“, wenn diese auslaufen sollten.

Metadaten in PDF Dateien

In Dokumenten werden die Metadaten im XML-Format hinterlegt. Wie in Punkt 4 bereits erwähnt verfügt Adobe jedoch über sein eigenes XMP-Format. Dabei kann der XML-code einfach importiert werden und in ein XMP-Format umgewandelt werden. Dadurch können die Metadaten „mitgenommen“ werden in alle Anwendungen von Adobe und z.T. auch anderen Programmen, ohne deren Verlust zu riskieren. Dies soll den Publishing-Prozess erleichtern.

Ausführlicher Informationen und Anwendungs-Hilfen erhalten Sie bei adobe

Metadaten und der Datenschutz

Wie Sie sehen konnten werden allerhand Informationen erhoben und in den Metadaten hinterlegt. Um sicher zu gehen, dass mit diesen Daten kein Missbrauch begangen wird, ist seit dem 25.05.2018 die EU-Datenschutzverordnung, auch DSGVO genannt, in Kraft getreten.

Hier geht es vor allen Dingen um den Schutz Personenbezogener Daten.

Bevor Sie also ein Foto oder ähnliches veröffentlichen, sollten Sie prüfen, ob dies DSGVO konform geschieht.

Viele professionelle Datenbanken weisen Sie vor der Veröffentlichung darauf hin bzw. Überprüfen die DSGVO Konformität bereits beim hochladen der Daten.

Fazit

Metadaten sind eine tolle Sache zur Strukturierung von Daten, um deren Auffindbarkeit zu erhöhen und somit die Effizienz und den Workflow in einem Unternehmen zu verbessern. Allerdings sollten diese auch immer vor Missbrauch geschützt werden. Denn außer Ihnen, sollte niemand davon profitieren!

Sie haben weitere Fragen zum Thema Metadaten oder Datenschutz?

Oder interessieren Sie sich für eine professionelle Bilddatenbank? Dann vereinbaren Sie einen Termin mit uns für eine kostenlose live-Demo. Wir stehen Ihnen gern in der digitalen Welt zur Seite.

Autor: Sarah Turner | Letzte Änderung: 15.10.2021

Bildquelle: freepik.com (von acidj)

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